arsevia

Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik)

Auf einem Blick
Eingriff
Bauchdeckenstraffung (Abdominoplastik)
Behandlungsdauer
ca. 4–5 Stunden
Narkose
Vollnarkose
Aufenthalt
stationär
Ausfallzeit
ca. 2–4 Wochen (abhängig vom Verlauf)
Kompressionskleidung
ca. 6 Wochen
Ein ausgeprägter Haut- und Gewebeüberschuss im Bauchbereich kann das körperliche Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen. Besonders häufig tritt diese Veränderung nach Schwangerschaften oder nach starkem Gewichtsverlust auf. In solchen Situationen ist die Haut oftmals dauerhaft überdehnt und verliert ihre Fähigkeit, sich wieder ausreichend zurückzubilden. Auch das darunterliegende Bindegewebe sowie die Bauchmuskulatur können betroffen sein, was zu einer veränderten Bauchkontur und funktionellen Einschränkungen führen kann. Neben der ästhetischen Veränderung berichten viele Betroffene über zusätzliche Beschwerden. In ausgeprägten Hautfalten kann es zu chronischen Hautreizungen, Entzündungen oder wiederkehrenden Infektionen kommen, insbesondere im unteren Bauchbereich. Nicht selten liegt zudem eine sogenannte Rektusdiastase vor, ein Auseinanderweichen der geraden Bauchmuskeln, die zu funktionellen Problemen führen kann. Die Bauchdeckenstraffung, medizinisch Abdominoplastik, ist ein etablierter plastisch-chirurgischer Eingriff zur Entfernung von überschüssiger Haut und Fettgewebe sowie zur Straffung der Bauchwand. In unserer Praxis in München wird dieser Eingriff bei Patientinnen und Patienten durchgeführt, bei denen konservative Maßnahmen keine ausreichende Verbesserung mehr erzielen.

Was ist eine Bauchdeckenstraffung?

Bei der Bauchdeckenstraffung wird überschüssige Haut im Bauchbereich entfernt und die Bauchdecke neu geformt. Je nach individuellem Befund kann der Eingriff mit einer Fettabsaugung kombiniert werden, um harmonische Übergänge zu erzielen. Liegt eine Rektusdiastase vor, kann die Bauchmuskulatur zusätzlich gerafft und stabilisiert werden. Der Bauchnabel wird im Rahmen der Operation neu positioniert und anatomisch korrekt eingesetzt, sodass ein möglichst natürliches Erscheinungsbild entsteht. Ziel der Behandlung ist eine flachere, straffere Bauchkontur sowie, bei entsprechender Indikation, eine funktionelle Verbesserung der Bauchwand. Wichtig ist die klare Abgrenzung: Die Bauchdeckenstraffung ist kein Verfahren zur Gewichtsreduktion, sondern dient ausschließlich der Korrektur von Haut-, Fett- und Gewebeüberschuss.

Für wen ist der Eingriff geeignet?

Eine Bauchdeckenstraffung kommt für Patientinnen und Patienten infrage, bei denen sich Haut und Muskulatur im Bauchbereich trotz Sport und Diätmaßnahmen nicht mehr ausreichend zurückbilden. Typische Indikationen sind:
  • überschüssige, erschlaffte Haut im Bauchbereich
  • stabile Gewichtssituation über einen längeren Zeitraum
  • möglichst abgeschlossene Familienplanung
  • bestehende oder vermutete Rektusdiastase
  • subjektiv ausgeprägtes Unwohlsein mit der Bauchkontur
Der Eingriff kann bei entsprechender Indikation mit weiteren Operationen kombiniert werden, etwa im Rahmen eines sogenannten Mommy Makeovers. Ob eine Kombination sinnvoll ist, wird individuell im persönlichen ärztlichen Beratungsgespräch geklärt.

Wie läuft der Eingriff ab?

Dauer und Narkose

Die Bauchdeckenstraffung dauert in der Regel vier bis fünf Stunden und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Aufgrund des Umfangs des Eingriffs erfolgt die Behandlung meist stationär, um eine sichere postoperative Überwachung zu gewährleisten.

Operationstechnik

Zunächst werden überschüssige Haut und Fettgewebe entfernt. Bei Bedarf wird die darunterliegende Bauchmuskulatur gerafft, um die Bauchwand zu stabilisieren. Der Bauchnabel wird neu vernäht und anatomisch korrekt positioniert. Je nach Befund kann zusätzlich eine Fettabsaugung durchgeführt werden, um die Kontur weiter zu optimieren. Zur Ableitung von Wundflüssigkeit können Drainagen eingelegt werden.

Schnittführung

Der Hautschnitt verläuft tief in der Bikinizone, sodass die spätere Narbe in der Regel gut von Unterwäsche oder Bademode verdeckt werden kann. Die genaue Schnittführung wird individuell geplant und richtet sich nach dem Ausmaß des Hautüberschusses.

Was ist nach der Operation zu beachten?

Nachsorge und Heilungsverlauf

Nach der Bauchdeckenstraffung ist das konsequente Tragen eines speziellen Kompressionsmieders für etwa sechs Wochen essenziell. Dieser unterstützt die Wundheilung, reduziert Schwellungen und trägt zur Stabilisierung des Operationsergebnisses bei. Regelmäßige Nachsorgetermine ermöglichen eine engmaschige medizinische Betreuung. Die Drainagen werden meist nach wenigen Tagen entfernt, die Fäden in der Regel nach etwa 14 Tagen. Körperliche Schonung ist in den ersten Wochen wichtig. Auf intensiven Sport sollte für etwa zwei bis drei Monate verzichtet werden.

Narbenentwicklung

Eine Bauchdeckenstraffung geht mit einer längeren, jedoch gut platzierbaren Narbe einher. Die Narbenreifung benötigt Zeit und kann bis zu einem Jahr oder länger dauern. Im Verlauf verblasst die Narbe meist, bleibt jedoch sichtbar. Eine konsequente Narbenpflege kann den Heilungsverlauf positiv beeinflussen.

Risiken und mögliche Komplikationen

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Bauchdeckenstraffung mögliche Risiken. Dazu zählen unter anderem:
  • Wundheilungsstörungen
  • Nachblutungen oder Infektionen
  • Serombildung
  • Durchblutungsstörungen im Narben- oder Nabelbereich
  • in seltenen Fällen ein teilweiser oder vollständiger Nabelverlust
Über alle individuellen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie mögliche Behandlungsoptionen wird im persönlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch ausführlich informiert.

Zusammenfassung

Die Bauchdeckenstraffung ist ein bewährter plastisch-chirurgischer Eingriff zur Behandlung von überschüssiger Haut, Fettgewebe und erschlaffter Muskulatur im Bauchbereich. Sie eignet sich insbesondere nach Schwangerschaften oder starkem Gewichtsverlust. Eine sorgfältige Indikationsstellung, realistische Erwartungen und eine strukturierte Nachsorge sind entscheidend für ein langfristig zufriedenstellendes Ergebnis. In unserer spezialisierten Privatpraxis arsevia in München kann die Abdominoplastik individuell geplant und sicher durchgeführt werden.
Wir beraten Sie gerne persönlich und diskret.
Jetzt Beratungstermin vereinbaren