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Gesäßstraffung (Glutealpexie)

Auf einem Blick
Eingriff
Gesäßstraffung (Glutealpexie)
Behandlungsdauer
ca. 4–5 Stunden
Narkose
Vollnarkose
Aufenthalt
stationär
Ausfallzeit
ca. 10–14 Tage
Kompression
ca. 6 Wochen
Sport
nach ca. 8–12 Wochen
Ein Verlust an Form, Volumen und Straffheit im Gesäßbereich kann das persönliche Körpergefühl deutlich beeinträchtigen. Besonders häufig tritt dieses Erscheinungsbild nach einem erheblichen Gewichtsverlust auf, etwa nach langfristigen Diäten oder bariatrischen Eingriffen. Aber auch altersbedingte Veränderungen führen im Laufe der Zeit zu einem Verlust an Hautelastizität und zu strukturellen Veränderungen des Unterhautgewebes. In der Folge kann das Gesäß an Projektion verlieren, flacher wirken und insgesamt absinken. Konservative Maßnahmen wie gezieltes Muskeltraining oder sportliche Aktivität können die Gesäßmuskulatur zwar kräftigen, sind jedoch häufig nicht in der Lage, ausgeprägte Haut- und Gewebeerschlaffungen auszugleichen. Eine operative Gesäßstraffung, auch Glutealpexie genannt, kann in solchen Fällen dazu beitragen, das Gewebe neu zu positionieren und die Gesäßkontur nachhaltig zu verbessern. In unserer Praxis in München wird dieser Eingriff häufig im Rahmen einer umfassenderen Körperkonturierung nach starkem Gewichtsverlust durchgeführt.

Was ist eine Gesäßstraffung?

Die Gesäßstraffung ist ein plastisch-chirurgischer Eingriff zur Korrektur von schlaffer, herabhängender Haut im Gesäßbereich. Ziel der Operation ist es, überschüssiges Haut- und Gewebevolumen zu entfernen oder gezielt neu zu positionieren, um eine straffere, angehobene und harmonischere Gesäßkontur zu erreichen. Abhängig vom individuellen Befund kann vorhandenes Gewebe genutzt werden, um Volumen aufzubauen und die Projektion des Gesäßes zu verbessern. In bestimmten Fällen wird die Gesäßstraffung mit einer Fettabsaugung kombiniert, um angrenzende Areale wie Hüften oder Flanken harmonisch anzugleichen. Die Glutealpexie ersetzt kein Muskeltraining und ist kein Verfahren zur Gewichtsreduktion, sondern dient ausschließlich der Korrektur von Haut- und Gewebeüberschuss sowie der ästhetischen Formverbesserung.

Für wen ist der Eingriff geeignet?

Eine Gesäßstraffung kommt insbesondere für Patientinnen und Patienten infrage, bei denen eine deutliche Hauterschlaffung im Gesäßbereich besteht. Typische Voraussetzungen sind:
  • schlaffe, hängende Haut nach starkem Gewichtsverlust
  • altersbedingter Verlust von Elastizität und Gewebespannung
  • flach wirkendes oder abgesunkenes Gesäß
  • stabile Gewichtssituation über einen längeren Zeitraum
  • subjektiv ausgeprägtes Unwohlsein mit der Gesäßform
Ziel des Eingriffs ist die Neukonturierung des Gesäßes und die Wiederherstellung harmonischer Proportionen. Ob eine Gesäßstraffung sinnvoll ist oder ob alternative beziehungsweise ergänzende Verfahren infrage kommen, wird individuell im persönlichen ärztlichen Beratungsgespräch geklärt.

Kombination mit weiteren Eingriffen

Die Gesäßstraffung wird häufig im Rahmen kombinierter Eingriffe durchgeführt, insbesondere bei Patientinnen und Patienten nach massivem Gewichtsverlust. Typische Kombinationen sind:
  • Gesäßstraffung und Bauchdeckenstraffung
  • Gesäßstraffung und Rückenstraffung
  • umfassende Körperkonturierung des unteren Rumpfes
Durch eine kombinierte Planung können zusammenhängende Problemzonen in einem Eingriff adressiert werden. Die individuelle Eignung, das operative Vorgehen sowie mögliche Risiken werden vorab ausführlich besprochen.

Wie läuft der Eingriff ab?

Dauer und Narkose

Die Gesäßstraffung dauert in der Regel vier bis fünf Stunden und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Aufgrund des Umfangs des Eingriffs erfolgt die Behandlung üblicherweise stationär, um eine sichere postoperative Betreuung zu gewährleisten.

Operationstechnik

Je nach Ausprägung des Befundes wird überschüssiges Haut- und Fettgewebe entfernt oder so umverteilt, dass Volumen aufgebaut und die Gesäßkontur verbessert wird. Häufig ist eine Kombination mit einer Fettabsaugung sinnvoll, insbesondere zur Formung der Hüft- und Übergangsbereiche. Zur Ableitung von Wundflüssigkeit können Drainagen eingelegt werden.

Schnittführung

Die Schnittführung wird individuell geplant und richtet sich nach Ausprägungsgrad und Operationstechnik. In der Regel verläuft die Narbe sichelförmig am Oberrand des Gesäßes oder in der Gesäßfalte, sodass sie meist gut von Unterwäsche oder Bademode verdeckt werden kann. Ziel ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Straffungseffekt und möglichst unauffälliger Narbenlage.

Was ist nach der Operation zu beachten?

Nachsorge und Heilungsverlauf

Nach der Gesäßstraffung ist das Tragen spezieller Kompressionshosen für etwa sechs Wochen essenziell. Diese unterstützen die Wundheilung, reduzieren Schwellungen und tragen zur Stabilisierung des Operationsergebnisses bei. In den ersten Wochen sollten Sitzen und Liegen auf dem Rücken weitgehend vermieden werden, um den operierten Bereich zu entlasten. Regelmäßige Nachsorgetermine ermöglichen eine engmaschige medizinische Kontrolle. Die Fäden werden in der Regel nach etwa 14 Tagen entfernt, Drainagen abhängig von der Fördermenge nach wenigen Tagen gezogen.

Narbenentwicklung

Eine Gesäßstraffung geht mit dauerhaften, jedoch gut platzierbaren Narben einher. Die Narbenreifung dauert in der Regel mehrere Monate bis etwa ein Jahr. Im Verlauf verblassen die Narben meist, bleiben jedoch sichtbar. Eine konsequente Narbenpflege kann den Heilungsverlauf positiv beeinflussen.

Risiken und mögliche Komplikationen

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Gesäßstraffung mögliche Risiken. Dazu zählen unter anderem:
  • Wundheilungsstörungen
  • Infektionen oder Nachblutungen
  • Asymmetrien
  • Serombildung
  • Narbenveränderungen
Über alle individuellen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie mögliche Maßnahmen wird im persönlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch ausführlich informiert.

Zusammenfassung

Die Gesäßstraffung ist ein etablierter plastisch-chirurgischer Eingriff zur Behandlung von schlaffer, abgesunkener Haut im Gesäßbereich. Sie eignet sich insbesondere nach starkem Gewichtsverlust oder bei altersbedingtem Elastizitätsverlust und kann sinnvoll mit weiteren Straffungsoperationen kombiniert werden. Eine sorgfältige Indikationsstellung, realistische Erwartungen und eine strukturierte Nachsorge sind entscheidend für ein langfristig zufriedenstellendes Ergebnis. In unserer spezialisierten Praxis in München wird der Eingriff individuell geplant und sicher durchgeführt.
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