Erschlaffte Haut an den Oberarmen kann das persönliche Körpergefühl deutlich beeinträchtigen. Häufig tritt dieses Problem nach ausgeprägtem Gewichtsverlust auf, etwa im Rahmen langfristiger Diäten oder nach bariatrischen Eingriffen. Aber auch der natürliche Alterungsprozess führt im Laufe der Zeit zu einer Abnahme der Hautelastizität und Spannkraft. Kollagen- und Elastinfasern nehmen ab, das Unterhautgewebe verändert sich, und die Haut kann sich nicht mehr ausreichend an die veränderte Körperform anpassen. Konservative Maßnahmen wie Sport oder Ernährungsumstellung stoßen in diesen Fällen an ihre Grenzen. Zwar kann gezieltes Krafttraining die Muskulatur stärken, überschüssige Haut lässt sich dadurch jedoch nicht zurückbilden. Eine operative Oberarmstraffung (Brachioplastik) kann in solchen Situationen dazu beitragen, die Armkontur zu verbessern und ein harmonischeres Gesamtbild herzustellen. In unserer Praxis in München wird der Eingriff insbesondere nach starkem Gewichtsverlust oder bei altersbedingtem Elastizitätsverlust durchgeführt.
Was ist eine Oberarmstraffung?
Die Oberarmstraffung ist ein plastisch-chirurgischer Eingriff, bei dem überschüssige Haut an den Oberarmen entfernt und das verbleibende Gewebe gestrafft wird. Abhängig vom individuellen Befund kann zusätzlich überschüssiges Fettgewebe reduziert werden, häufig in Kombination mit einer Fettabsaugung. Ziel der Behandlung ist eine verbesserte Armkontur mit einem harmonischen Übergang zwischen Schulter, Oberarm und Ellenbogen. Wichtig ist eine realistische Erwartungshaltung: Die Brachioplastik ist kein Verfahren zur Gewichtsreduktion und ersetzt weder Muskeltraining noch eine gesunde Lebensweise. Sie dient ausschließlich der Korrektur von Haut- und Gewebeüberschuss, der sich konservativ nicht mehr beeinflussen lässt.
Für wen ist der Eingriff geeignet?
Eine Oberarmstraffung kommt insbesondere für Patientinnen und Patienten infrage, bei denen ein deutlicher Haut- und Gewebeüberschuss an den Oberarmen besteht. Typische Voraussetzungen sind:
- ausgeprägter Hautüberschuss nach starker Gewichtsabnahme
- nachlassende Hautelastizität im Rahmen des natürlichen Alterungsprozesses
- subjektiv starkes Unwohlsein mit der Oberarmkontur
- stabile Gewichtssituation über einen längeren Zeitraum
Voraussetzung für den Eingriff ist ein guter allgemeiner Gesundheitszustand. Nicht geeignet ist die Oberarmstraffung bei instabilem Körpergewicht, unbehandelten relevanten Vorerkrankungen oder unrealistischen Erwartungen. Ob eine Brachioplastik sinnvoll ist und in welchem Umfang sie durchgeführt werden sollte, wird individuell im persönlichen ärztlichen Beratungsgespräch geklärt.
Wie läuft der Eingriff ab?
Dauer und Narkose
Die Operation dauert in der Regel zwei bis drei Stunden und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Abhängig vom Umfang des Eingriffs kann die Behandlung ambulant oder mit kurzem stationärem Aufenthalt erfolgen.
Operationstechnik
In den meisten Fällen erfolgt eine Kombination aus Fettabsaugung und Entfernung des überschüssigen Hautmantels. Dieses Vorgehen ermöglicht eine gleichmäßige und natürliche Kontur. In ausgewählten Fällen werden Drainagen eingelegt, um Wundflüssigkeit abzuleiten und den Heilungsverlauf zu unterstützen.
Schnittführung
Die Schnittführung wird individuell geplant. Meist verläuft der Schnitt an der Innen- oder Rückseite des Oberarms, sodass die spätere Narbe möglichst unauffällig liegt. Ziel ist stets ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Straffungseffekt und Narbenverlauf.
Was ist nach der Operation zu beachten?
Nachsorge und Heilungsverlauf
Das Tragen von Kompressionskleidung für etwa sechs Wochen ist ein zentraler Bestandteil der Nachbehandlung. Sie unterstützt die Wundheilung, reduziert Schwellungen und trägt zur langfristigen Stabilität der neuen Kontur bei. Regelmäßige Nachsorgetermine ermöglichen eine engmaschige ärztliche Kontrolle. Die Fäden werden in der Regel nach etwa 14 Tagen entfernt, Drainagen meist nach wenigen Tagen. Körperliche Schonung ist in den ersten Wochen wichtig. Intensiver Sport sollte frühestens nach zwei bis drei Monaten wieder aufgenommen werden.
Narbenentwicklung
Narben sind bei einer Oberarmstraffung unvermeidbar. Die Narbenreifung dauert etwa ein Jahr. Im Verlauf verblassen die Narben meist, bleiben jedoch dauerhaft sichtbar. Eine konsequente Narbenpflege kann den Reifungsprozess positiv beeinflussen.
Risiken und mögliche Komplikationen
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Oberarmstraffung Risiken. Dazu zählen unter anderem:
- Wundheilungsstörungen
- Nachblutungen oder Infektionen
- verbreiterte oder auffällige Narben
- Sensibilitätsstörungen im Bereich der Oberarme
Ein seltenes, aber spezifisches Risiko ist die mögliche Entwicklung eines Lymphödems der Arme. Über alle individuellen Risiken, deren Wahrscheinlichkeit und mögliche Maßnahmen wird im persönlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch ausführlich informiert.
Zusammenfassung
Die Oberarmstraffung ist ein bewährter chirurgischer Eingriff zur Behandlung von überschüssiger, erschlaffter Haut an den Oberarmen. Sie eignet sich insbesondere nach starkem Gewichtsverlust oder bei altersbedingtem Verlust der Hautelastizität. Eine sorgfältige Indikationsstellung, realistische Erwartungen und eine strukturierte Nachsorge sind entscheidend für ein langfristig zufriedenstellendes Ergebnis. In unserer Praxis arsevia in München kann die Brachioplastik individuell geplant und risikoarm durchgeführt werden.