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Brustvergrößerung (Brustaugmentation)

Auf einem Blick
Eingriff
Brustvergrößerung mit Implantaten oder Eigenfett
Operationsdauer
ca. 1–4 Stunden (je nach Technik)
Narkose
Vollnarkose
Aufenthalt
ambulant oder kurzstationär
Kompression / Stütz-BH
ca. 6 Wochen
Sport / Belastung
nach ca. 6 Wochen (abhängig vom Befund)
Der Wunsch nach einer volleren, harmonisch geformten Brust ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt und kann verschiedene Ursachen haben. Ein geringes Brustvolumen kann angeboren sein, sich im Laufe des Lebens verändern oder nach Schwangerschaften, Stillzeit oder Gewichtsverlust deutlich zurückgehen. Auch altersbedingte Prozesse können zu einer sogenannten Involutionsatrophie führen, bei der Drüsen- und Fettgewebe der Brust abnehmen. Neben dem Volumen spielen Form, Symmetrie und Proportionen eine zentrale Rolle für das persönliche Körpergefühl. Eine Brustvergrößerung (Brustaugmentation) kann dazu beitragen, das Brustvolumen zu erhöhen, Asymmetrien auszugleichen und eine zum Körper passende Brustform zu erreichen. In unserer Praxis in München führen wir Brustvergrößerungen sowohl mit modernen Silikonimplantaten als auch mit Eigenfett durch. Beide Verfahren besitzen spezifische Vorteile und Limitationen und werden individuell mit Ihnen besprochen. Vor jeder Brustvergrößerung ist eine sorgfältige medizinische Abklärung erforderlich. Erkrankungen der Brust müssen ausgeschlossen werden; gegebenenfalls sind weiterführende Untersuchungen oder vorhandene Vorbefunde notwendig.  

Was ist eine Brustvergrößerung?

Die Brustvergrößerung ist ein plastisch-chirurgischer Eingriff zur Erhöhung des Brustvolumens und zur Verbesserung der Brustform. Grundsätzlich stehen zwei etablierte Verfahren zur Verfügung:
  • implantatbasierte Brustvergrößerung
  • Brustvergrößerung mit Eigenfett (Lipotransfer)
Bei der implantatbasierten Methode werden Silikonimplantate eingesetzt. Es stehen unterschiedliche Implantatformen (rund oder anatomisch), Größen und Oberflächeneigenschaften zur Verfügung. Ziel ist stets ein natürlich wirkendes Ergebnis, das harmonisch zu den individuellen Körperproportionen passt. Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett wird körpereigenes Fettgewebe aus anderen Körperregionen entnommen, aufbereitet und in die Brust injiziert. Dieses Verfahren eignet sich vor allem für moderate Volumenzunahmen und setzt ausreichende Fettdepots voraus. Die Brustaugmentation ist kein medizinisch notwendiger Eingriff, sondern dient der ästhetischen Korrektur und der Verbesserung des subjektiven Körpergefühls.  

Für wen ist der Eingriff geeignet?

Eine Brustvergrößerung kommt insbesondere für Frauen infrage, die sich eine größere oder besser geformte Brust wünschen. Typische Indikationen sind:
  • angeboren geringes Brustvolumen
  • Volumenverlust nach Schwangerschaft oder Stillzeit
  • Volumenverlust nach Gewichtsabnahme
  • Ausgleich einer Brustasymmetrie
  • Wunsch nach harmonischeren Körperproportionen
Voraussetzungen sind ein guter allgemeiner Gesundheitszustand, realistische Erwartungen an das Ergebnis sowie eine abgeschlossene körperliche Entwicklung. Welche Methode, Implantate oder Eigenfett, geeignet ist, wird im persönlichen ärztlichen Beratungsgespräch individuell geklärt.  

Wie läuft der Eingriff ab?

Dauer und Narkose

Die Brustvergrößerung dauert in der Regel ein bis vier Stunden und wird unter Vollnarkose durchgeführt. Abhängig vom Umfang des Eingriffs und individuellen Faktoren kann die Operation ambulant oder mit kurzem stationärem Aufenthalt erfolgen.

Operationstechniken

Brustvergrößerung mit Implantaten
Bei der implantatbasierten Brustvergrößerung stehen verschiedene Zugangswege zur Verfügung:
  • über die Unterbrustfalte
  • über den Rand des Brustwarzenhofs (periareolär)
  • über die Achselhöhle (axillär)
Das Implantat kann, abhängig von Haut- und Weichteilsituation, über oder unter dem Brustmuskel platziert werden. In bestimmten Fällen ist zusätzlich eine Straffung des Hautmantels erforderlich (Augmentationsmastopexie).

Brustvergrößerung mit Eigenfett (Lipotransfer)
Beim Eigenfetttransfer wird zunächst Fettgewebe aus geeigneten Körperregionen wie Bauch, Oberschenkeln oder Flanken abgesaugt. Das Fett wird anschließend aufbereitet und in die Brust injiziert. Da ein Teil des übertragenen Fettvolumens resorbiert wird, erfolgt in der Regel eine Überkorrektur. In manchen Fällen sind mehrere Sitzungen notwendig, um das gewünschte Volumen zu erreichen.

Schnittführung

Bei Implantaten erfolgt der Zugang meist über einen kurzen Schnitt in der Unterbrustfalte, sodass die spätere Narbe möglichst unauffällig liegt. Beim Eigenfetttransfer verbleiben lediglich kleine Einstichstellen, die in der Regel kaum sichtbar sind.  

Was ist nach der Operation zu beachten?

Nachsorge und Heilungsverlauf

Nach der Brustvergrößerung ist das Tragen eines speziellen Stütz-BHs für etwa sechs Wochen erforderlich. Wurde zusätzlich Fett abgesaugt, ist in den entsprechenden Regionen ebenfalls Kompressionskleidung notwendig. Auf Sport, schweres Heben und starke körperliche Belastung sollte für mehrere Wochen verzichtet werden. Die Fäden werden in der Regel nach etwa 14 Tagen entfernt, Drainagen, falls eingelegt, meist nach wenigen Tagen.

Narbenentwicklung

Die Narbe in der Unterbrustfalte verblasst im Verlauf und ist in der Regel kaum sichtbar. Bei der Eigenfettmethode verbleiben lediglich kleine Einstichstellen an den Entnahmeregionen, die meist unauffällig abheilen.  

Risiken und mögliche Komplikationen

Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der Brustvergrößerung Risiken. Dazu zählen unter anderem:
  • Kapselfibrose
  • Verrutschen oder Verdrehen des Implantats
  • Asymmetrien
  • Sensibilitätsveränderungen der Brustwarzen
  • Infektionen oder Nachblutungen
Bei der Eigenfettmethode können Volumenverluste oder Fettresorption auftreten. Über alle individuellen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Behandlungsoptionen wird im persönlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch ausführlich informiert.  

Zusammenfassung

Die Brustvergrößerung ist ein etablierter plastisch-chirurgischer Eingriff zur Verbesserung von Brustvolumen, -form und -symmetrie. Sie kann mit Implantaten oder Eigenfett durchgeführt werden und wird individuell an die anatomischen Voraussetzungen und persönlichen Wünsche angepasst. Eine sorgfältige Planung, realistische Erwartungen und eine strukturierte Nachsorge sind entscheidend für ein langfristig zufriedenstellendes Ergebnis. In unserer spezialisierten Praxis in München kann die Brustaugmentation sicher und individuell durchgeführt werden.
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