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Ohranlegeplastik (Otopexie)

Auf einem Blick
Behandlung
Operative Korrektur abstehender oder asymmetrischer Ohren (Otopexie)
Geeignet für
Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit abstehenden Ohren oder Ohrasymmetrien
Operationsdauer
ca. 2–3 Stunden
Narkose
Kinder: Vollnarkose
Erwachsene: lokale Betäubung oder Vollnarkose
Aufenthalt
ambulant
Verband / Stirnband
mehrere Wochen
Sport / Belastung
nach ca. 4–6 Wochen
Abstehende Ohren sind in der Regel angeboren und beruhen auf Besonderheiten der Knorpelstruktur oder der Faltung der Ohrmuschel. Medizinisch handelt es sich dabei nicht um eine Erkrankung, dennoch kann die Ohrform für Betroffene einen erheblichen Leidensdruck verursachen. Besonders im Kindes- und Jugendalter können Hänseleien das Selbstwertgefühl nachhaltig beeinträchtigen. Aber auch im Erwachsenenalter empfinden viele Menschen abstehende oder asymmetrische Ohren als störend. Die Ohranlegeplastik, auch Otopexie genannt, ist ein bewährter plastisch-chirurgischer Eingriff zur dauerhaften Korrektur der Ohrform. Ziel ist es, die Ohren näher an den Kopf anzulegen und eine natürliche, harmonische Ohrposition zu erreichen. In unserer Praxis in München wird die Ohranlegeplastik sowohl bei Kindern als auch bei Jugendlichen und Erwachsenen durchgeführt.  

Was ist eine Ohranlegeplastik?

Die Ohranlegeplastik ist ein chirurgischer Eingriff zur Korrektur abstehender Ohren. Ursache für die abstehende Stellung ist häufig eine unzureichend ausgebildete oder fehlende Anthelixfalte oder ein zu stark ausgeprägter Ohrmuschelknorpel. Im Rahmen der Operation wird der Ohrknorpel gezielt neu geformt und dauerhaft in einer anatomisch günstigen Position fixiert. Ziel ist ein natürlich wirkendes Ergebnis, bei dem die Ohren harmonisch zum Gesicht passen, ohne übermäßig eng am Kopf anzuliegen. Die Otopexie dient ausschließlich der ästhetischen Korrektur der Ohrform und hat keinen Einfluss auf das Hörvermögen oder die Funktion des Ohres.  

Für wen ist der Eingriff geeignet?

Eine Ohranlegeplastik kommt für Kinder, Jugendliche und Erwachsene infrage, die unter der Form oder Stellung ihrer Ohren leiden. Typische Indikationen sind:
  • abstehende Ohren
  • asymmetrische Ohrstellung
  • unzureichend ausgebildete Ohrfalten
  • subjektiver Leidensdruck durch die Ohrform
Bei Kindern wird der Eingriff in der Regel ab einem Alter von etwa fünf bis sechs Jahren empfohlen, da das Ohrwachstum zu diesem Zeitpunkt weitgehend abgeschlossen ist. Bei Erwachsenen bestehen grundsätzlich keine altersbedingten Einschränkungen. Voraussetzung sind ein guter allgemeiner Gesundheitszustand sowie realistische Erwartungen an das Ergebnis. Ob eine Ohranlegeplastik sinnvoll ist und welche Technik im individuellen Fall geeignet erscheint, wird im persönlichen ärztlichen Beratungsgespräch ausführlich besprochen.  

Wie läuft der Eingriff ab?

Dauer und Narkose

Die Ohranlegeplastik dauert in der Regel zwei bis drei Stunden.
  • Bei Kindern erfolgt der Eingriff üblicherweise in Vollnarkose.
  • Bei Erwachsenen kann die Operation häufig auch in lokaler Betäubung durchgeführt werden.
Der Eingriff wird in der Regel ambulant durchgeführt.

Operationstechnik

Der operative Zugang erfolgt über die Rückseite der Ohrmuschel. Dort wird der Ohrknorpel freigelegt, neu geformt und mit stabilen, inneren Nähten dauerhaft in der gewünschten Position fixiert. Je nach anatomischem Befund kommen unterschiedliche Techniken der Knorpelmodellierung zum Einsatz. Ziel ist eine stabile Anlegung der Ohren bei Erhalt der natürlichen Form, Elastizität und Symmetrie. Eine Überkorrektur wird bewusst vermieden.

Schnittführung

Der Hautschnitt wird auf der Rückseite des Ohres gesetzt. Dadurch liegt die spätere Narbe gut verborgen und ist nach abgeschlossener Heilung in der Regel kaum sichtbar.  

Was ist nach der Operation zu beachten?

Nachsorge und Heilungsverlauf

Unmittelbar nach dem Eingriff wird ein schützender Kopfverband angelegt, der für einige Tage getragen wird. Anschließend ist das Tragen eines Stirnbandes empfehlenswert, meist rund um die Uhr für etwa sechs Wochen. Dieses dient der Stabilisierung der neuen Ohrposition während der Heilungsphase. Schwellungen und Blutergüsse sind nach der Operation normal und klingen in den ersten Wochen schrittweise ab. Regelmäßige Nachsorgetermine ermöglichen eine engmaschige ärztliche Kontrolle des Heilungsverlaufs. Sportliche Aktivitäten und körperliche Belastungen sollten für mehrere Wochen vermieden werden.

Narbenentwicklung

Die Narbe liegt auf der Rückseite der Ohrmuschel und ist in der Regel kaum sichtbar. Die Narbenreifung dauert mehrere Monate, wobei die Narbe im Verlauf weiter verblasst.  

Risiken und mögliche Komplikationen

Die Ohranlegeplastik gilt bei fachgerechter Durchführung als risikoarmer Eingriff. Dennoch bestehen, wie bei jeder Operation, mögliche Risiken, darunter:
  • Blutergüsse oder Nachblutungen
  • Schwellungen
  • vorübergehende Gefühlsminderungen am Ohr
  • Wundheilungsstörungen
  • Asymmetrien oder erneutes Abstehen der Ohren
Schwerwiegende Komplikationen sind selten. Über alle individuellen Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und mögliche Maßnahmen wird im persönlichen ärztlichen Aufklärungsgespräch ausführlich informiert.  

Zusammenfassung

Die Ohranlegeplastik ist ein bewährter plastisch-chirurgischer Eingriff zur Korrektur abstehender oder asymmetrischer Ohren. Sie eignet sich für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und kann das äußere Erscheinungsbild sowie das persönliche Wohlbefinden nachhaltig verbessern. Eine sorgfältige Planung, eine präzise chirurgische Technik und eine strukturierte Nachsorge sind entscheidend für ein dauerhaft harmonisches Ergebnis. In der Praxis arsevia in München kann die Otopexie sicher und individuell durchgeführt werden.
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